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30.09.12: Deutscher Ethikrat sieht Regulierungsbedarf für die organisierte Suizidbeihilfe

Ethikratsitzung 27.09.12Der Deutsche Ethikrat hat sich am 27.09.12 sowohl in öffentlicher als auch nicht öffentlicher Sitzung mit Fragen der Suizidbeihilfe auseinandergesetzt und dabei den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur gesetzlichen Regelung der gewerbsmäßigen Suizidbeihilfe in den Blick genommen. "Dabei sind die enorme Komplexität des Themas und die Schwierigkeiten bei der Abgrenzung unterschiedlicher Fallkonstellationen der Suizidbeihilfe erneut deutlich geworden", erklärte der Ethikrat in einer Presseaussendung vom selben Tag.

Laut der Mitteilung begrüßt der Ethikrat grundsätzlich das Vorhaben der Bundesregierung, die organisierte Suizidbeihilfe gesetzlich zu regeln. Er sei allerdings mehrheitlich der Auffassung, dass der vorliegende Gesetzentwurf "mehr Probleme als Lösungen" schafft. Der Rat sehe vor allem die Gefahr, dass durch die Beschränkung auf die gewerbsmäßige Suizidbeihilfe größere Anreize für andere Formen der organisierten Suizidbeihilfe, die in diesem Entwurf unberücksichtigt bleiben, geschaffen werden. Daher plädiere der Ethikrat dafür, jede Form der organisierten Suizidbeihilfe zu regulieren, wobei die Regulierungsrichtung kontrovers diskutiert worden sei.

Vor diesem Hintergrund halte der Ethikrat eine weitere gesellschaftliche Debatte für dringend erforderlich. Sie solle sich nicht nur auf Fragen der Suizidbeihilfe begrenzen, sondern auch und vor allem die Stärkung der Suizidprävention sowie den Ausbau der Palliativmedizin und -pflege in der medizinischen Praxis und in der Aus- und Weiterbildung befördern.

Grundlage der Diskussion des Ethikrates waren Vorträge von Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer; Marion Schafroth, Vorstandsmitglied der Schweizer Sterbehilfeorganisation Exit, Brigitte Tag vom Kompetenzzentrum Medizin - Ethik - Recht Helvetiae in Zürich sowie Armin Schmidtke, Vorsitzender des Nationalen Suizidpräventionsprogramms für Deutschland. Alle Vorträge und die Diskussion sind auf der Webseite des Ethikrates abrufbar.

Weiterführende Informationen:

Presseschau zur Ethikratsitzung zum Gesetzentwurf zum Verbot der Suizidbeihilfe

Hier finden Sie chronologisch sortiert eine Auswahl an Meldungen zur Ethikrat-Sitzung zur Suizidbeihilfe.

Ethikrat: Ärzte wollen Klarheit bei Sterbehilfe
von Adelheid Müller-Lissner
Kommerzielle Sterbehilfe ist in Deutschland strafbar, die private Beihilfe zum Suizid nicht. Aber was ist mit medizinischen Helfern, die dem Schwerkranken persönlich nahe stehen? Darüber hat jetzt der Deutsche Ethikrat diskutiert.
TAGESSPIEGEL 28.09.12

Ethikrat: Regierungsentwurf zur Suizid-Beihilfe problematisch
AERZTEBLATT.DE 28.09.12

Randnotiz: Kein Leben ohne Risiko
Hibbeler, Birgit
Wie konnte es so weit kommen? Nie zuvor war die Medizin dazu in der Lage, so viel Gutes zu bewirken. Nie zuvor wurde die Medizin aber auch so hinterfragt.
Deutsch Ärzteblatt 2012; 109(39) 28.09.12

Bundesärztekammer bleibt bei Ablehnung der Sterbehilfe
Berlin Die Bundesärztekammer hält an ihrer Ablehnung der ärztlich assistierten Sterbehilfe fest.
AERZTEBLATT.DE 27.09.12

Suizid-Beihilfe: Ethikrat kritisiert Haltung der Ärzte
Über die Rolle der Ärzte bei der Beihilfe zum Suizid hat der Deutsche Ethikrat am Donnerstag diskutiert - und zwar kontrovers. Mehrmals angeprangert wurde die Haltung der Ärzte.
Ärzte Zeitung 27.09.12

Alternativen anbieten
Ethikrat diskutiert über Legitimation der Sterbehilfe
DOMRADIO 27.09.12

Ethikrat sieht Regulierungsbedarf für die organisierte Suizidbeihilfe
Berlin. Der Deutsche Ethikrat hat sich am heutigen Donnerstag sowohl in öffentlicher als auch nicht öffentlicher Sitzung mit Fragen der Suizidbeihilfe auseinandergesetzt und dabei den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur gesetzlichen Regelung der gewerbsmäßigen Suizidbeihilfe in den Blick genommen.
PRESSEMITTEILUNG Deutscher Ethikrat 27.09.12

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